Kein Werben fürs Sterben!

Occupy:Frankfurt mobilisiert zum 22.Juni 2013 nach Kassel

Wir fordern Demokratisierung statt Militarisierung der Gesellschaft!


Überall können wir in diesen Tagen mitverfolgen, wie die Forderungen nach Selbstbestimmung und Emanzipation von politischen und ökonomischen Zwängen mit Mitteln staatlicher Gewalt beantwortet werden.

Solidarität mit Blockupy und den Protestierenden in der Türkei

Was letzte Woche in Frankfurt geschah, ist ein politischer Skandal. Wieder einmal wurde der politische Protest gegen die antidemokratische Austeritätspolitik in Europa kriminalisiert: Demonstrations- und Versammlungsrecht, sowie das Recht auf freie Meinungsäußerung wurden mit polizeilicher Gewalt unterdrückt.
Gegen diesen Angriff auf unsere Grundrechte wollen wir uns gemeinsam zur Wehr setzen. Deshalb sind wir heute hier. – Aber nicht nur deshalb!
Wir wollen nicht, dass der eigentliche Inhalt der verhinderten Veranstaltung hinter der Diskussion darüber verschwindet, dass sie verhindert wurde: 

Radio99Prozent @Blockupy

Radio99Prozent sendet vom Blockupy-Camp in Frankfurt.

An vier Tagen könnt ihr uns um 20 Uhr im Live-Stream oder danach als Podcast hören. Von Mittwoch bis Samstag werden wir uns mit Aktivisten über die Hintergünde und Aktivitäten von Blockupy unterhalten.

Geld macht Macht

von Erik Buhn

aus BIG Business Crime Nr.2/2013 ISSN 1861-6526

Auch wenn man in den Nachrichten immer wieder hört, dass die Occupy-Bewegung sich wegen der Finanzkrise in Bewegung gesetzt hat, kann ich als Occupy-Aktivist dies nur verneinen. Nicht deshalb, weil irgendwelche Banken gerettet wurden, trugen tausende Menschen auf der ganzen Welt ihren Protest auf die Straße. Sie empörten sich darüber, dass das Recht und die Gerechtigkeit von den Finanzgrößen und von der Politik missachtet wurden. Scheinargumente hebelten die demokratischen Vorgänge aus. Als notwendig wurde nur das dargestellt, was der Wirtschaftlichkeit dient, selbst wenn die Kosten den gesellschaftlichen Nutzen bei weitem überstiegen. Ziel dieser Vorgänge war nicht das Wohl der Menschen, sondern ausschließlich das Wohl des Kapitals. Nicht das Volk hatte die Macht, sondern das Geld. Denn wie sagt man so schön:

Occupy:Frankfurt
vom öffentlichen Raum ins Museum?

Occupy Frankfurt hat dem Historischen Museum Objekte aus dem Camp geschenkt! Sie zeugen davon, was rund um den Willy-Brandt-Platz geschah. Was ist der heutige Stand der Frankfurter Bewegung, worum geht es ihr, wie soll es weitergehen? Und was passiert, wenn aktive Protestbewegungen Museen Objekte hinterlassen und diese dort verwahrt und ausgestellt werden? Werden Sie vereinnahmt, zu Geschichte, ins Depot verbannt? Oder schreiben sie damit nicht vielmehr Geschichte im institutionellen Gedächtnis einer Stadt und öffnen einen weiteren, unabgeschlossenen Diskursraum?