Geld macht Macht

von Erik Buhn

aus BIG Business Crime Nr.2/2013 ISSN 1861-6526

Auch wenn man in den Nachrichten immer wieder hört, dass die Occupy-Bewegung sich wegen der Finanzkrise in Bewegung gesetzt hat, kann ich als Occupy-Aktivist dies nur verneinen. Nicht deshalb, weil irgendwelche Banken gerettet wurden, trugen tausende Menschen auf der ganzen Welt ihren Protest auf die Straße. Sie empörten sich darüber, dass das Recht und die Gerechtigkeit von den Finanzgrößen und von der Politik missachtet wurden. Scheinargumente hebelten die demokratischen Vorgänge aus. Als notwendig wurde nur das dargestellt, was der Wirtschaftlichkeit dient, selbst wenn die Kosten den gesellschaftlichen Nutzen bei weitem überstiegen. Ziel dieser Vorgänge war nicht das Wohl der Menschen, sondern ausschließlich das Wohl des Kapitals. Nicht das Volk hatte die Macht, sondern das Geld. Denn wie sagt man so schön:

Fotoausstellung: 300 Tage unter dem €- Zeichen ‑ Das Frankfurter Occupy-Camp 2011 / 2012

Eröffnung mit Prof. Dr. Oskar Negt, 28.05.2013, um 17.30 Uhr, Haus am Dom

Die Ausstellung läuft vom 27. Mai bis 10. Juni, Eintritt frei.Wir laden ein zur Eröffnungsveranstaltung & zur Fotoausstellung hier in Frankfurt in das

Occupy:Frankfurt
vom öffentlichen Raum ins Museum?

Occupy Frankfurt hat dem Historischen Museum Objekte aus dem Camp geschenkt! Sie zeugen davon, was rund um den Willy-Brandt-Platz geschah. Was ist der heutige Stand der Frankfurter Bewegung, worum geht es ihr, wie soll es weitergehen? Und was passiert, wenn aktive Protestbewegungen Museen Objekte hinterlassen und diese dort verwahrt und ausgestellt werden? Werden Sie vereinnahmt, zu Geschichte, ins Depot verbannt? Oder schreiben sie damit nicht vielmehr Geschichte im institutionellen Gedächtnis einer Stadt und öffnen einen weiteren, unabgeschlossenen Diskursraum?

Abschied von Felix Helbig

Anlässlich der heutigen Beerdigung von Felix Helbig, wollen wir unseren Dank für seine Arbeit als Journalist bei der Frankfurter Rundschau aussprechen! Von Anfang an besuchte er uns im Occupy-Camp und versuchte immer unvoreingenommen sich sein eigenes Bild von uns zu machen. Jeder, der sich mit seiner Art der Berichterstattung auseinandergesetzt hat, weiß, dass ihm sehr viel daran lag, Missstände aufzudecken. Wir möchten uns auch dafür bedanken, dass er immer neugierig und aufgeschlossen auf uns zu kam, dass er sich in Momenten Zeit nahm, wo manch andere JournalistInnen nur eilig ihre Schlagzeile im Kopf hatten.
Für viele von uns war es ein Schock, als wir erfuhren, dass er gestorben ist. Wir vermissen nicht nur den Journalisten, der den Dingen auf den Grund ging und die Wahrheit ans Licht bringen wollte, sondern auch den freundlichen, aufgeschlossenen Menschen, den wir kennenlernen durften. Wir möchten alle JournalistInnen Deutschlands dazu ermutigen, sich an Felix Helbig ein Beispiel zu nehmen. Er wäre sicherlich einer der ganz großen investigativen Journalisten geworden, von denen es leider immer weniger zu geben scheint und die noch nie so nötig waren, wie in unserer heutigen Zeit!
Lieber Felix, wir vermissen Dich und danken Dir!
Wir möchten an dieser Stelle jeden dazu einladen, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um den einen oder anderen Bericht von Felix Helbig zu lesen. Einfach unter folgendem Link “Felix Helbig” eingeben:

Conny – Neues System (Occupy-Merkaba-RMX)

Angefangen bei der Demo “EUROPOLY – bald abgebrannt” und dem “Wir sind WinterFest” – Festival im Occupy Frankfurt Camp 2011 über Impressionen aus dem Camp, das dOccupy Kassel Camp, die “Occupy Frankfurt Camp bleibt” Demonstration gegen die angedrohte Räumung, die Occupy Frankfurt Mahnwache (nach der Campräumung vor der EZB), bis hin zum Sommerfest 2012 ist das Musikvideo zu Connys Lied “NEUES SYSTEM” ein vielfältiger Querschnitt einiger (von vielen) Aktionen der Occupy – Bewegung. Zu hören ist der “lava303 Remix” im musikalischen Wechsel mit der akustischen Version von “Neues System”, zeitweise unterstrichen von Sitar- und Trommelmelodien einzelner Aktivisten. Das Video beginnt mit einem gesprochenen Intro: zwei Statements zur Occupy – Bewegung (in Deutschland); einmal vom Bundespräsidenten Joachim Gauck und anschließend vom Finanzminister Wolfgang Schäuble. Trotz vielfältiger und unterschiedlicher Vorstellungen einzelner Aktivist_innen davon, wie eine konkrete Verbesserung für alle aussehen sollte, bringt Conny mit ihrem neuen Titel das auf den Punkt, “was wir brauchen: (…) ein neues System”. Viel Spaß beim zuhören und -schauen! Ein großes Dankeschön an Dich, liebe Conny :)